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Notar Gerd Schäfer

Endertstraße 36, 56812 Cochem

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PRESSEMITTEILUNGEN
  • Was Sie beim Kauf einer vermieteten Immobilie beachten müssen

    In Zeiten von Dauerniedrigzinsen stellen Immobilien oftmals eine begehrte Form der Geldanlage dar. Wer eine vermietete Immobilie kauft, denkt in erster Linie an die Finanzierung und steuerliche Aspekte. Verkäufer und Käufer übersehen aber leicht wichtige Besonderheiten. (...)
    [Mai 2019]
  • Unsicherheit am Krankenbett – Eine Patientenverfügung kann helfen

    Erneut musste sich der Bundesgerichtshof (VI ZR 13/18) mit lebensverlängernden Maßnahmen befassen. Und wieder einmal zeigte sich auf tragische Weise, wie der Wille des Patienten mit einer Patientenverfügung hätte ermittelt und so Unsicherheiten in der medizinischen Behandlung sowie Rechtsstreitigkeiten vermieden werden können. (...)
    [April 2019]
  • Erfolg in Zahlen – Zentrales Vorsorgeregister und Testamentsregister

    Die Bundesnotarkammer führt zwei Register, die für die Rechtspraxis in Deutschland mittlerweile unersetzlich geworden sind: Das Zentrale Vorsorgeregister und das Testamentsregister. Die Bedeutung lässt sich auch aus den Zahlen des abgelaufenen Jahres ablesen. So sind im Vorsorgeregister mittlerweile über vier Millionen Vorsorgeverfügungen erfasst und ermöglichen im Notfall eine schnelle Entscheidung über die Notwendigkeit einer Betreuung. Mit knapp 17 Millionen registrierten Testamenten und Erbverträgen ist das Testamentsregister die Basis für effektive und schnelle Nachlassverfahren in Deutschland. (...)
    [März 2019]
  • Die Zehn-Jahres-Frist bei der Immobilienschenkung

    Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere Tausend Grundstücke durch Schenkungen übertragen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So kann die Übertragung die Basis für den Hausbau der Kinder sein. Mancher will sich aber auch von der Last der Bewirtschaftung befreien. In anderen Fällen wiederum sollen der künftige Nachlass möglichst gering gehalten oder steuerliche Freibeträge umfassend ausgenutzt werden. Stets kommt man im notariellen Vorgespräch auf die berühmten „zehn Jahre“ zu sprechen, denn diese Frist spielt bei der Schenkung von Immobilien an vielen Stellen eine wichtige Rolle. Aber Achtung: Ob und wann die Frist anläuft, kann von Rechtsgebiet zu Rechtsgebiet unterschiedlich sein. (...)
    [März 2019]
  • Bei Hochzeitstermin ab dem 29.01.2019: Jetzt gelten die EU-Güterrechtsverordnungen!

    Ab dem 29.01.2019 gelten für neu geschlossene Ehen und eingetragene Lebenspart-nerschaften mit internationalem Bezug die sog. EU-Güterrechtsverordnungen. Diese Verordnungen regeln, welche Rechtsordnung für das eheliche Güterrecht gilt. (...)
    [Januar 2019]
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Berufsziel Notar/in

Notarinnen und Notare sind besonders qualifizierte und erfahrene Juristen, die einen entscheidenden Beitrag zum Funktionieren der Rechtspflege und damit des Gemeinwesens leisten. Der Weg zu diesem Berufsziel führt über die beiden juristischen Staatsexamina sowie eine sich anschließende Anwärterzeit als Notarassessor/in. Die Notarkammer Koblenz informiert im Folgenden über diese Laufbahn und das Bewerbungsverfahren für den notariellen Anwärterdienst in Rheinland-Pfalz. 

 

Die Tätigkeit des Notars

Zu den Aufgaben des Notars (im Folgenden wird zur besseren Lesbarkeit die männliche Form verwendet; sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beiderlei Geschlecht) gehören in erster Linie die Beratung sowie das Beurkunden von Verträgen in Bereichen, die für den Bürger von besonderer Bedeutung sind. Den Notaren sind ausschließliche Zuständigkeiten im Grundstücksrecht, in großen Teilen des Gesellschafts- und Erbrechts sowie im Familienrecht übertragen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Notar sich ausschließlich mit diesen Rechtsmaterien beschäftigt. Eine verantwortungsvolle und umfassende Wahrnehmung seiner Funktionen erfordert vertiefte Kenntnisse auch in anderen Disziplinen, insbesondere dem öffentlichen Bau- und Erschließungsrecht, dem Verbraucherschutz- sowie dem Steuerrecht.

 

Erforderliche Qualifikationen

Der Zugang zum Notaramt in Rheinland-Pfalz setzt außer zwei mit Auszeichnung bestandenen juristischen Examina eine zusätzliche mehrjährige Ausbildung zum Notar voraus, den sogenannten Anwärterdienst. Dies sichert sowohl die Qualität seines Fachwissens, als auch die Entwicklung seiner Persönlichkeit und damit einhergehend seine soziale Kompetenz.

 

Bei der Auswahl der Bewerber um die Aufnahme in den notariellen Anwärterdienst und bei der späteren Bestellung zum Notar werden strenge Maßstäbe angelegt. Die Leistungen eines Bewerbers dürfen an seiner fachlichen Eignung keine Zweifel aufkommen lassen. Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen, wie z.B. die Promotion, Fremdsprachenkenntnisse oder ein Masterstudium werden begrüßt, können allerdings die zur Bemessung der fachlichen Qualifikation wesentliche Note im zweiten juristischen Staatsexamen nicht ersetzen. 

 

Darüber hinaus muss der Bewerber die für den Notarberuf erforderliche Aufgeschlossenheit gegenüber den rechtlichen und menschlichen Problemen der Beteiligten aufweisen und in der Lage sein, den notwendigen vertrauensvollen Kontakt mit der rechtsuchenden Bevölkerung aufzubauen. Erforderlich sind weiterhin ein Gespür für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimension seiner Tätigkeit, sicheres Auftreten, Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen, Integrität, Kreativität, Einsatzfreude, Belastbarkeit und Eigenverantwortlichkeit.

 

Anwärterdienst für das Notaramt

Nach der Aufnahme in den Anwärterdienst für das Notaramt werden die Notarassessorinnen und Notarassessoren in der Regel drei Jahre auf das Amt des Notars vorbereitet (§ 7 BNotO). Während des Anwärterdienstes gewinnen die Notarassessorinnen und Notarassessoren praktische Erfahrungen durch die Ausbildung bei Notaren, denen sie zur Ausbildung zugewiesen werden, durch die Übernahme von Notarvertretungen und Notariatsverwaltungen sowie durch die Teilnahme an zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen. Um sich auf ein Notaramt bewerben zu können muss der Notarassessor keine zusätzliche Prüfung mehr ablegen. Der Notarassessor wird aber, vergleichbar einem Richter auf Probe, regelmäßig beurteilt.

 

Bei der Zuweisung an einen Ausbildungsnotar wird die persönliche Situation des Notarassessors nach Möglichkeit berücksichtigt. Die meisten Ausbildungsnotariate befinden sich erfahrungsgemäß im Raum Mainz. Zudem gibt es Ausbildungsnotariate im Raum Trier und Koblenz. Im Rahmen des Anwärterdienstes wird das Ausbildungsnotariat gewöhnlich mindestens einmal gewechselt, damit der Notarassessor zusätzliche Einblicke bei einem anderen Notar erhalten kann. Erfahrenere Notarassessoren werden überdies zu Vertretungen sowie zur selbständigen Verwaltung von Notarstellen im Kammerbezirk eingesetzt. Zudem kann die Abordnung an eine Standesorganisation, das Deutsche Notarinstitut oder eine Behörde in Betracht kommen. 

 

Für die Dauer des Anwärterdienstes stehen Notarassessorinnen und Notarassessoren in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zum Staat. Sie haben dieselben allgemeinen Amtspflichten wie Notare und erhalten – nach Alter und Familienstand – Bezüge, die denen eines Richters auf Probe (R 1) angeglichen sind. Notarassessorinnen und Notarassessoren sind Mitglieder der Notarversorgungskasse Koblenz, einem berufsständischen Versorgungswerk.  

 

Laufbahn als Notar

Nach Ableistung des Anwärterdienstes besteht die Möglichkeit, sich auf eine freie Notarstelle im Bezirk der Notarkammer Koblenz, die vom Minister der Justiz und für Verbraucherschutz im Justizblatt ausgeschrieben wird, zu bewerben. Im Fall einer erfolgreichen Bewerbung erhält der Bewerber im Rahmen einer Vereidigung die vom Minister der Justiz und für Verbraucherschutz unterzeichnete Bestellungsurkunde ausgehändigt. Er ist damit zum hauptberuflichen Notar auf Lebenszeit unter Zuweisung eines Amtssitzes ernannt. Eine Verpflichtung, an dem Amtssitz auch zu wohnen (sog. Residenzpflicht), besteht heute nicht mehr.

 

Notarinnen und Notare haben für ihre Tätigkeiten von den Rechtsuchenden Gebühren nach Maßgabe des Gerichts- und Notarkostengesetzes zu beanspruchen. Aus dem Gebührenaufkommen bestreitet der/die Notar/in seine/ihre Kosten (Personalkosten, Miete für die Geschäftsräume, Beiträge zur Haftpflichtversicherung und Notarkammer, Ausgaben für Einrichtungen und EDV etc.). Aus dem Gebührenaufkommen abzüglich aller Kosten ergibt sich somit das zu versteuernde Einkommen des Notars.

 

An seinem Amtssitz hat der Notar mindestens fünf Jahre zu verweilen, bevor er sich ggf. um eine andere Notarstelle an einem anderen Amtssitz bewerben kann (sog. Vorrückprinzip). Spätestens mit Ablauf des Monats, in dem der Notar das 70. Lebensjahr vollendet, scheidet er aus dem Amt aus. Der Notar a.D., der während seiner aktiven Zeit auch entsprechende Beiträge zu leisten hat, erhält dann von der Notarversorgungskasse Koblenz ein Ruhegehalt, das an beamtenrechtliche Grundsätze angelehnt ist.

 

Bewerbungsverfahren zur Aufnahme in den Anwärterdienst für das Notaramt

Die Notarkammer freut sich jederzeit über Bewerbungen von fachlich und persönlich besonders geeigneten Volljuristen, vorzugsweise mit beiden Staatsexamina im zweistelligen Bereich. Eine Bewerbung für den notariellen Anwärterdienst ist bereits auf Basis der Ergebnisse im schriftlichen Teil der Zweiten Juristischen Staatsprüfung möglich.

 

Die formellen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Bewerbung um die Übernahme für den Anwärterdienst für das Amt des/der Notars/in in Rheinland-Pfalz ergeben sich im Einzelnen aus der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums der Justiz in Angelegenheiten der Notarinnen und Notare (VVNot). Gemäß Nr. 1.2.1 VVNot ist der Antrag an das Ministerium der Justiz  Rheinland-Pfalz zu richten und in drei Stücken bei dem Oberlandesgericht Koblenz einzureichen (sog. Dienstweg). Das Oberlandesgericht Koblenz leitet die Bewerbung dann an das Ministerium der Justiz weiter. Parallel hierzu füllen Sie bitte den auf dieser Seite herunterladbaren Bewerberbogen aus und senden diesen mit einem weiteren Exemplar Ihrer Bewerbungsunterlagen unmittelbar an die Notarkammer Koblenz. 

 

Auf Ihre Bewerbung hin werden Sie ggf. zu einem Vorstellungsgespräch mit Vertretern der Justizverwaltung und der Notarkammer nach Koblenz eingeladen. Vorstellungsgespräche finden alle 2-3 Monate statt. Einstellungen erfolgen laufend nach Bedarf und dem Prinzip der Bestenauslese, das dem Bewerber mit der höchsten fachlichen und persönlichen Eignung den Vorrang vor den übrigen Bewerbern einräumt. Wer mangels Bedarf trotz grundsätzlicher Eignung nicht alsbald in den Anwärterdienst übernommen werden kann, wird vom Ministerium der Justiz in eine Bewerberliste eingetragen.

 

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Für qualifizierte Interessenten besteht die Möglichkeit, die notarielle Tätigkeit im Rahmen einer Hospitation, eines Praktikums oder einer Referendarstation näher kennenzulernen. Die Notarkammer Koblenz ist bei der Vermittlung eines entsprechenden Platzes behilflich.   

 

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Gerne steht Ihnen der Geschäftsführerin der Notarkammer Koblenz, Notarassessorin Nadine Lüttchens, unter der Rufnummer +49 (0) 261 – 915 88 0 für weitere Rückfragen und ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 

 

 

DOKUMENTE ZUM THEMA
Verwaltungsvorschrift in Angelegenheiten der Notarinnen und Notare
Verwaltungsvorschrift in Angelegenheiten der Notarinnen und Notare (16 KB)
Fragebogen für Bewerber
Nach Download ausfüllbar (498 KB)